Eingriff in geschützte Lebensräume
Tatbestand: Störungen von Lebensräumen in Naturschutzgebieten
Die Spur: Störung von Brut- und Niststätten
Zeugen?
Leider ausgeflogen.
Naturschutzgebiete sollen Tieren und Pflanzen möglichst ungestörte Lebensräume bieten. Menschliche Aktivitäten können diese Ruhe jedoch beeinträchtigen. Dabei geht es nicht nur um sichtbare Eingriffe wie Müll oder das Betreten gesperrter Bereiche. Auch Lärm, Drohnen, laute Musik oder andere Freizeitaktivitäten können Wildtiere stören und ihr natürliches Verhalten verändern.
Lärm kann für Tiere mehr als nur ein störendes Geräusch sein. Er beeinträchtigt unter anderem die Kommunikation zwischen Tieren, die Ortung von Beutetieren, die Paarung und die Aufzucht von Nachwuchs. Besonders problematisch kann Lärm deshalb in Zeiten sein, in denen Tiere Nachwuchs aufziehen, sich paaren oder überwintern. Wenn Elterntiere fliehen, unterbrechen sie möglicherweise ihre Nahrungssuche oder lassen ihren Nachwuchs vorübergehend allein.
Drohnen können für Wildtiere sowohl durch ihre Geräusche als auch durch ihr plötzliches Auftauchen eine Störung darstellen. Niedrige Überflüge, Start- und Landevorgänge sowie das überraschende Auftauchen von Fluggeräten können sensible Tierarten stören.
Warum ist das in Naturschutzgebieten besonders wichtig? Naturschutzgebiete sind gerade deshalb geschützt, weil sie für bestimmte Arten und Lebensräume besonders wertvoll sind. Wenn immer mehr menschliche Aktivitäten in diese Rückzugsräume vordringen, kann der Schutzzweck beeinträchtigt werden. Deshalb gibt es je nach Gebiet unterschiedliche Regeln, beispielsweise Einschränkungen für bestimmte Freizeitaktivitäten oder das Betreten bestimmter Bereiche.
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