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Bisttal, Bliesgau und St. Wendeler Land

Motorrad

Die grenzüberschreitende Motorradtour führt Sie von Frankreich, über das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau bis ins Sankt Wendeler Land.

  • Typ Motorrad
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 6:00 h
  • Länge 184,1 km
  • Aufstieg 1700 m
  • Abstieg 1700 m
  • Niedrigster Punkt 182 m
  • Höchster Punkt 563 m

Das Briefing für die heutige Fahrt – bei dem gemeinsam Tagesroute und Pausen festgelegt worden sind – hat bereits am Vorabend im idyllischen Biergarten des Romantik Hotels Linslerhof inmitten des Bisttales stattgefunden.

Heute starten wir nach gutem Frühstück und mit vollem Tank in Richtung Süden.

Wir überqueren die Eisenbahnlinie und die Landstraße (L 168) und schon sind wir auf der kurvenreichen Strecke des Warndtwaldes. Nach ca. 15 km biegen wir nach links in das Lauterbachtal ein, um nach 1,5 km wieder nach rechts auf der L 276 und auf schmalen Straßen weiter den Warndtwald zu durchqueren. Vorbei am historischen Jagschloss Karlsbrunn mit seiner neu gestalteten Gartenanlage durchqueren wir das Örtchen St. Nikolaus (von hier aus beantworten im Winter fleißige Hände Kinderbriefe aus aller Welt) und erreichen den Grenzort Nassweiler.

Wir überqueren die dt./frz. Grenze und fahren rechts ab in Richtung Forbach. Schon nach einem Kilometer biegen wir nach links ab auf die D 29 in Richtung Farébersviller. Im Ort Cocheren halten wir uns links und fahren dem Tal des Wimbornbaches entlang nach Théding. Von hier aus geht es rechts ab nach Süden zur D 910. Hier biegen wir links ab in Richtung Sarreguemines (zu deutsch: Saargemünd, weil hier die Blies in die Saar mündet). Enge Kurven sind jetzt zu Ende. Wir cruisen nun gemächlich durch die Orte Diebling, Metzing, Hundling und Ippling. Zwischendurch trägt die Nationale sogar den Namen „rue Chateaubriand“, was nicht nur dem Gourmet-Biker das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Angekommen in Sarreguemines fahren wir zunächst an der Saar entlang. Hier kann man noch einen Blick auf die einzige saarländische Schiffswerft am deutschen Ufer werfen. Die Gebrüder Wirotius reparieren am deutschen Saarufer in Rilchingen-Hanweiler jene alten Penichen, die noch heute auf den französischen Kanälen im Einsatz sind.

Danach überqueren wir die Saar und fahren bergauf auf der D 974 in Richtung Nordosten. Dann geht es hinab in das Bliestal. Bei der französischen Ortschaft Frauenberg überqueren wir die Blies und sind wieder zurück in Deutschland. Jetzt bleiben wir nahe der Blies und fahren nach rechts durch Habkirchen bis nach Reinheim. Wer möchte, überquert noch einmal die Blies, trinkt einen Kaffee und besichtigt die keltisch/römischen Ausgrabungsstätte Bliesbruck-Reinheim.

Nun geht es weiter im Biosphärenreservat Bliesgau. Auf der L105 rollen die Maschinen durch Gersheim bis nach Herbitzheim. Hier biegen wir nach Norden ab und fahren über Rubenheim auf engen Straßen bis nach Erfweiler-Ehlingen. Jetzt geht es nach rechts und wir fahren 2-3 km bis nach Assweiler. Von hier aus geht es über die Höhen auf kurvenreicher Strecke hinab nach Niederwürzbach. Hier lädt der Würzbacher Weiher zu einer Rast ein. Vielleicht am Bahnhof: ein bikerfreundliches, uriges Bistro. Weiter geht es durch das Würzbachtal auf der saarländischen Barockstraße nach Blieskastel. Spätestens hier sollte man in der barocken Altstadt am Paradeplatz eine Pause einlegen.

Weiter geht es nach Norden auf der L113 durch den Kirkeler Wald an der Kirkeler Burg vorbei in die Hüttenstadt Neunkirchen. Im Alten Hüttenareal gibt es ehemalige Stahlindustrie zum Anfassen und außergewöhnlichen Kneipen zum Genießen.

Wer mehr Zeit hat, der sollte sich den Gondwana-Park im nahegelegenen Landsweiler-Reden nicht entgehen lassen. Hier wird 135 Millionen Jahre alte Fauna und Flora lebendig und lebensgroße Saurier schauen dem Betrachter Auge in Auge.

Weiter geht es auf der B41 über Ottweiler ins St. Wendeler Land. St. Wendel selbst mit seiner historischen Altstadt und der Wendelinusbasilika ist natürlich immer eine Reise und einen Zwischenstopp wert.

Die Landschaft ist deutlich hügeliger und insgesamt höher geworden. Wir wenden uns nach Westen und die Bikes tragen uns bis in die Benediktinerstadt Tholey. Auf dem Schaumberg sind wir an dem höchsten und nördlichsten Punkt unserer Tour angelangt und haben von dem renovierten Aussichtsturm die weiteste Sicht. Übrigens, der Abt der Tholeyer Benediktinerabtei ist ein ehemaliger Sternekoch und bietet Tage der Ruhe und der Meditation innerhalb der Klostermauern an. Ist das was für Biker?

Wir fahren ab jetzt über einen ausgedehnten Höhenzug auf der L 303 nach Süden in Richtung Dirmingen. Von hier aus geht es weiter über Wustweiler, Illingen, Göttelborn hinein in den Saarkohlenwald bis nach Altenkessel.

Die Industriekultur hat uns wieder. In Völklingen lohnt sich ein Besuch des Unesco-Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“ mit hochkarätigen Ausstellungen. Über den Stadtteil Wehrden geht es durch das Bisttal zurück zum Hotel Linslerhof.

Etwas über 170 km zeigt der Tacho und das kühle Bier im Biergarten schmeckt nach mehr. Jetzt ist Zeit sich mit einer Tour durch das Elsass zu beschäftigen.

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