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Bliesgau Ölmühle

Beschreibung

Jörg Hector und Patric Bies haben sich ganz dem Anbau und der Herstellung heimischer, genussreicher und seltener Speiseölen verschrieben. Seit 2007 produzieren sie in der Bliesgau Ölmühle feine Gewürz- und Kräuteröle. Auch das wohlschmeckende Leindotteröl zählt zum Sortiment! Um Bliesransbach herum findet der Anbau der Ölpflanzen statt. Vom Gut Hartungshof ausgehend können Sie die „Ölfelder“ und die kulturellen Besonderheiten der Region auf dem Ölschleifenweg erwandern und am Ende noch einen Blick die Produktionsstätte und den Hofladen werfen.

Produkte, z.B.:

  • Leindotteröl
  • Hanföl
  • Rapsöl
  • Sonnenblumenöl
  • weitere Speiseöle aus regionalem Anbau
  • Auswahl verschiedener regionaler Linsen und Erbsen

Foodlady Jutta Hehn war wieder im Saarland unterwegs und hat den Gut Hartungshof und seine Manufakturen besucht. Eine davon ist die Bliesgau Ölmühle. Eine Spezialität ist das Leindotter-Öl, auch Öl der Kelten genannt. Aus dem Presskuchen, der bei der Ölherstellung entsteht, hat Jutta Hehn ein Rezept für Linsen-Leindotter-Plätzchen entwickelt. Von ihrem Besuch erzählt sie:

Was nachhaltiges Umdenken bedeutet, welche Konsequenzen das hat und wie neben anderen Ölsaaten die Leindotterpflanze zur Erhaltung der Kulturlandschaft beiträgt, lernt man in der „Bliesgau Ölmühle“ in Bliesransbach. Und zwar als Extra obendrauf, während man kulinarisches Neuland betritt: Ich mache Bekanntschaft mit Leindotteröl! Es erinnert mich sofort an die jungen Palerbsen, die ich im Garten der Eltern heimlich genascht habe, nur milder schmeckt es. Patric Bies und Jörg Hector stellen in vitaminschonender Kaltpressung feine Öle unterschiedlichster Persönlichkeit her. Ich denke, sie portraitieren die Region „in Öl“ und bannen Charakter und Seele in die Flaschen! Die beiden Ölmüller haben Leindotter, eine uralte, beinahe vergessene Kulturpflanze, auferstehen lassen und sich der filigranen „Camelina“ (Camelina sativa) verschrieben. Die Leindotter-Pioniere tragen den kulinarischen Schatz als Botschafter ihrer Region ins Land und weit über seine Grenzen hinaus.

Mit heimischem Raps fing alles an. Weitere Ölsaaten haben sie angebaut und die Produktpalette stetig erweitert. Öle und Mühle gediehen und nahmen ihre heutige Gestalt an. Öl zu pressen ist ohne Zweifel eine honorige Angelegenheit, damit war es aber nicht genug. Grenzen zu überwinden, schien es, ist ihre Berufung. In der Region, auch bei lothringischen und luxemburgischen Landwirten, gelten sie seit Jahren als Motor der Nachhaltigkeit. Das Wort „Botschafter“ trifft das Wirken auch in diesem Fall. Als wichtiger Impulsgeber ermutigen sie kontinuierlich zum Umdenken in der Feldwirtschaft. Schaffen gemeinsam neuen Raum für alte Sorten. Mit der Zeit haben sie ein stabiles Netzwerk gewoben und Partner gewonnen, die neben Öl auch Erbsen und mehrere Sorten Linsen für sie anbauen. Im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft einer nachhaltigen Kulturlandschaft. Sie funktioniert, wenn alle Rädchen verzahnt sind und am richtigen Ort und zur richtigen Zeit ineinandergreifen. Längst denkt die Mühle über individuelles, eigenes Saatgut nach, das den Betrieb autark gegenüber Monopolisten macht. Im Sinne der Vielfalt des Besonderen wird wiederum die Region gestärkt.

In der Mühle herrscht Aufgabenteilung. Jörg Hector ist für den technischen Part und das Müllern zuständig, Patric Bies macht die veritable Öffentlichkeitsarbeit. Er spielt die diffizile Klaviatur der Kommunikation exzellent: Man liest und hört von der Mühle. Man kennt und schätzt sie. Der Visionär, Querdenker und Kämpfer mit Sendungsbewusstsein sagt: „Es geht darum, Probleme zu erkennen und zu lösen. Man muss es angehen!“ Der ungebremste Einsatzwille beeindruckt mich. Demnächst sollen die Ölsamen über Silos direkt in die Presszylinder rieseln. Rund um die Uhr wird dann Öl fließen. Eine kleine Exkursion über die philosophischen Hintergedanken von Patric Bies erlaube ich mir: „Das Bewusstsein durch Weitsicht zu höherer Einsicht führen.“ Ein starkes Statement. Ein Poet ist er obendrein, er will: „Bunt blühende Landschaften aus Öl erschaffen“. Und er möchte: „Den Menschen zeigen, wie ihre Region schmeckt.“ Das ist viel!

© Foodlady Jutta Hehn

Brotaufstriche / Honig / Öl

Öl / Essig

Klassifikationen

Genuss Region Saarland

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