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Von glücklichen Kühen, Metzgern und Grillmeistern

Die Zutaten wie Qualität, Respekt und Mut für Neues findet man im Saarland nicht nur in den vielen Sterne- und Slow-Food-Restaurants, sondern auch in den regionalen, gut bürgerlichen Küchen, Bistros und selbst Imbissen. Der Einfluss des benachbarten Frankreichs und der regionalen Spezialitäten bereitet dem Saarland eine einzigartige Genusskultur.

In Saarbrücken steht die beste, leckerste und innovativste Currywurstbude der Republik – findet die Süddeutsche Zeitung. Unbestritten geht Kalinskis Wurstwirtschaft einen besonderen Weg, nämlichen einen extrem kurzen von Nachbars Weide in die Landeshauptstadt.

Glückliche Kühe

Die Kuh sieht glücklich aus. Ab und zu verscheucht sie mit dem Schwanz lästige Fliegen vom karamellbraunen Fell. Dann frisst die Kuh weiter, Gras, Klee, Kräuter und Blumen – alles was der Bliesgau so hergibt, eine Landschaft im Süden des Saarlands mit sanften Hügeln und weiten Streuobstwiesen. Das schmeckt dem Tier – und das Tier schmeckt den Gästen von „Kalinskis Wurstwirtschaft“ im etwa 15 Kilometer entfernten Saarbrücken. 

Innovative Currywürste

Dort, gleich hinter dem Sankt Johanner Markt, kommt das Bliesgaurind als „Rote“ hinter einer hübsch altmodischen Theke auf den glühenden Grill. Dann wird die Wurst frei nach Wunsch eingebettet in Currysoße – fruchtig oder pikant –  und verfeinert mit Extras wie Kokosraspeln, Preiselbeeren oder frischem Koriander. Der Grillmeister ruft „Christian“, „Anna“ oder „Hubert“, je nachdem unter welchem Namen der Gast bestellt hat, und schiebt die fertigen Wurstscheiben in weißen Porzellanschälchen über den Tresen. Christian, Anna und Hubert sowie die anderen Gäste lassen sich ihre Currywurst an blank gescheuerten Holztischen vor der schmucken 70er-Jahre-Tapete oder draußen auf dem Kopfsteinpflaster schmecken. 

Glückliche Grillmeister

Die Würste in Kalinskis Wurstwirtschaft stammen alle von kleinen saarländischen Landmetzgereien. Das ist dem Mitbegründer Thilo Nast wichtig. „Wir sind auf der Suche nach der perfekten Currywurst durch ganz Deutschland gereist – und schlussendlich doch wieder im Saarland gelandet. Nicht nur wegen des Geschmacks und der Qualität, sondern auch wegen der kurzen Wege“, erzählt der 46-Jährige, der sich gerne mit „seinen“ Metzgern persönlich austauscht und wissen möchte, wo die Rinder und Schweine für seine Würste zu Hause sind.

Glücklicher Metzger und Landwirt

Die kräftige „Rote“ aus Rind- und Schweinefleisch kommt aus der Metzgerei Petermann in Oberwürzbach, die wiederum ihr Fleisch vom Landwirt Franz-Josef Eberl bezieht. Dessen Rinder und Schweine leben wenige Kilometer entfernt in großen Ställen, auf weitläufigen Weiden und Äckern im Bliesgau. „Eigentlich ist es doch ganz einfach: Ich kann gut mit Tieren umgehen, Thomas Petermann macht eine super Wurst und Kalinskis Wurstwirtschaft daraus ein tolles Gericht“, erklärt Landwirt Eberl die Vorteile einer guten, nachbarschaftlichen Arbeitsteilung. Für seinen Bereich setzt er auf Erfahrung und Zeit, die es einfach braucht, damit die Tiere stressfrei und gesund aufwachsen können. Das wiederum schätzt Thomas Petermann, der rührige Metzger, der gerne weiß, wo seine Produkte landen. „Am liebsten dort, wo sie richtig in Szene gesetzt werden, wie in Kalinskis Wurstwirtschaft.“

Glückliche Gäste

Deren Fans, darunter auch Sterneköche, überschlagen sich in Internetforen mit Lob: „Ich kann nirgendwo anders mehr Currywurst essen!“ „Ach, würd ich nur in Saarbrücken leben...“. „Hier wurde die Currywurst (neu) erfunden!“. Für neue Geschmacksideen lassen Thilo Nast und sein Team sich nicht nur von regionalen Vorlieben inspirieren, sondern auch vom benachbarten Frankreich. So finden hier die „Schwenkbraten Currywurst“ mit einer Soße aus der im Saarland heiß geliebten Fleischbrühe und das „Elsass“ mit Crème fraîche und geröstetem Schinken schnell an einen Tisch – und verursachen beide gleichermaßen glückliche Gesichter.

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